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Satire

Literarische Form der Kritik an individuellen, gesellschaftlichen oder allgemeinmenschlichen Schwächen, oft in aggressiv-anklägerischer Weise. Die häufigsten Stilmittel der Satire sind die Ironie, die karikierende Überspitzung eines Sachverhalts und die Konstruktion sachfremder Zusammenhänge, in denen Vertrautes absurd erscheint. Die Satire ist stets an ihr soziohistorisches Umfeld gebunden und hat entsprechend immer neue Formen herausgebildet, von denen sich einige, wie die Literatursatire, gleichwohl als langlebig erwiesen haben. Der Begriff ist eine Eindeutschung des lateinischen satura, was ursprünglich so viel wie „mit verschiedenen Früchten gefüllte Schüssel, Durcheinander“ bedeutet, bereits damals aber als literarische Gattungsbezeichnung üblich war.

© Encarta

Persiflage

Eine Form der literarischen Polemik, die darauf abzielt (vielfach durch nachahmende Übertreibung bestimmter Stilmanieren), den Gegenstand oder die Person ihres Angriffs lächerlich zu machen. Während die Satire oft mit gesellschaftlichen Mißständen befasst, zielt die Persiflage meist auf einzelne Personen. Persiflagen sind in allen Gattungen zu finden.

© Schülerduden, Die Literatur

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